Patrick Franziska und Panagiotis Gionis gehören in der kommenden Saison zum Aufgebot der TTBL Mannschaft von Borussia Düsseldorf. Wie sehen die Zukunftspläne der beiden aus? ButterflyMAG hat die Antworten.

Timo Boll, Patrick Franziska, Panagiotis Gionis, Kamal Achanta. Was sich liest, wie ein „Who is who“ der Tischtennisszene ist in Wahrheit die Aufstellung von Borussia Düsseldorf für die kommende Saison in der Tischtennis Bundesliga. Unterschiedlicher könnten die Neuzugänge dabei gar nicht sein. Auf der einen Seite der 21 jährige Patrick Franziska, das Offensivtalent und Hoffnungsträger im deutschen Tischtennis. Und andererseits Panagiotis Gionis, der 34 jährige Routinier aus Griechenland, Abwehrkünstler.

Patrick Franziska_AllesGute_SmallPatrick Franziska erwischt man am besten per email. Der 21-jährige hat mit Sicherheit bereits mehr Stunden im Flugzeug verbracht, als so mancher Gleichaltriger. Frisch zurück von den Kuwait Open blickt er nach vorne auf seine Ziele 2014: „Mein Ziel ist sicherlich an der (Team) WM teilzunehmen und eine Medaille zu gewinnen. Auch in der Weltrangliste möchte ich weiter nach oben klettern.“  Und danach? „Olympia! Das war schon immer mein Traum.“ Wie bringt ihn der Wechsel nach Düsseldorf wohl weiter voran? „In Düsseldorf ist das Trainingsniveau sehr hoch und es wird viel von den Spielern verlangt. Seit ich im Sommer auch dorthin gezogen bin, habe ich mich schon weiterentwickelt.“

Ganz pragmatisch beurteilt er seinen neuen Wohnort: „Ich denke, dass ich in Düsseldorf weniger Fahrzeiten habe und mich deshalb noch intensiver auf große Veranstaltungen vorbereiten kann.“

Wir wünschen ihm natürlich das Beste. Auch für die Bundesliga, wo er mit Fulda in der Tabelle vor seinem zukünftigen Team steht und persönlich mit einer 12:2 Bilanz aufwarten kann: „Ich hoffe, dass wir unsere Form bis zum Saisonende halten können, wir sind dieses Jahr unglaublich konstant und verstehen uns gut in der Mannschaft. Auch wenn wir z.Zt. vor ihnen stehen, ist Düsseldorf immer noch der Favorit.“ In der kommenden Saison wird er dann im Favoritenteam aufschlagen, auch wenn er sich noch voll auf die laufende Rückrunde konzentriert. „Für die neue Saison habe ich mir noch nicht so richtig Gedanken gemacht, aber natürlich wollen wir den Titel holen!“

Und die Konkurrenz? „Ich denke, dass die Liga sehr ausgeglichen sein wird. Fulda ist stark, Bremen hat eine sehr gute Mannschaft. Bei den anderen Teams ist noch offen, wer dort hinzukommen wird. Mit Prognosen halte ich mich da lieber noch zurück.“ Und auch, wenn er sich noch nicht genau damit befasst hat, sicher ist er: „Das Spiel gegen Fulda wird mit Sicherheit etwas Besonderes für mich sein.“

Gionis_SmallFür Panagiotis Gionis ist der Wechsel vom französischen Angers ins Rheinland mit seinen Zukunftsplänen eng verknüpft: „Meiner Meinung nach ist Borussia der beste Verein Europas, und das seit Jahren. Ich glaube, dass der Wechsel mich spielerisch weiterbringt, denn wenn man in einer Mannschaft mit den besten Spielern in Europa zusammenspielt (wie Timo Boll), kann man von ihnen immer etwas lernen. Außerdem wird es mich zusätzlich motivieren, dass Düsseldorf sich die höchsten Ziele gesetzt hat: Alle Titel gewinnen!“ Gionis plant weiter: „Für 2014 haben wir Griechen uns vorgenommen, bei der Team-WM unter die besten 8 Mannschaften zu kommen. Ich persönlich will auch bei den Europameisterschaften in Portugal alles geben, um eine Medaille zu gewinnen, dabei natürlich um die Teilnahme am Champions League mit meinem Club Angers kämpfen – und mit der Borussia gut in die Saison starten.  Mein Langzeitziel sind sicherlich die olympischen Spiele 2016 in Rio!“

Auf die Saison 2014/2015 freut sich der Grieche bereits: „Die Spieler und Mannschaften in der Bundesliga haben ein sehr gutes Niveau – einer der Gründe für mich dort zu spielen. Mich werden dort schwierige Matches erwarten, auch auf europäischer Ebene, denn die Teams in Frankreich und Russland sind ebenfalls schwer zu schlagen.“

Seine Entwicklung und die Erfolge, die Gionis  in den letzten Jahren feierte, bewertet er ebenfalls positiv: „Um mich verbessern zu können ist Erfahrung und Matchpraxis besonders wertvoll. Für mich persönlich war es von großer Bedeutung das Trainingslevel zu steigern und meine Fitness gezielt zu trainieren. Das hat mich weit vorangebracht.“

Den Umzug nach Düsseldorf will der ausgebildete Zahnarzt aber zunächst nicht wagen. Ob seine Mannschaftskollegen wohl Angst vor dem Zahnarzt haben? „Ich glaube, dass sie keine Angst haben, aber vielleicht haben sie ja Angst vor mir!“

Bei ihren Zielen unterstützt beide Spieler ihr Butterfly Material.

Panagiotis Gionis spielt Tenergy 05 2.1mm und Feint Long II 1.3mm auf dem Petr Korbel ST Holz.  Sein Videoportrait gibt es hier:

Patrick Franziska spielt Tenergy 05 2.1mm auf dem Jun Mizutani ST Holz. Das Videoportrait gibt es unter:

 

Über den Autor

Seb

Sebastian begann mit dem Tischtennissport mit 11 Jahren und schaffte es bis in die 5. deutsche Liga. Aktiv im Profisport ist er dennoch: Seit 2011 arbeitet Sebastian als TV-Kommentator für die ITTF und berichtet Live von den großen internationalen Turnieren. Seit 2014 ist er Teil des Butterfly-Teams und arbeitet im Export und Marketing als Übersetzer und Lektor.

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Ein Kommentar

  1. René

    Auf Panagiotis Gionis in der TTBL freuen sich viele Tischtennisfans. Klasse, daß Abwehrspieler heutzutage immer noch erfolgreich mithalten können. Der griechische Zahnarzt wird nächste Saison bestimmt einigen Topleuten den Zahn ziehen 😉