Die Neuzugänge beim deutschen Bundesliga-Rekordmeister Borussia Düsseldorf, der Youngster Patrick Franziska (22) und der erfahrene Panagiotis Gionis (33) komplettieren das Team der Rheinländer mit Timo Boll und Kamal Achanta für die nächste Saison. (ButterflyMAG berichtete)

Der im Oktober frisch gekrönte Mannschafts-Europameister, der deutsche Patrick Franziska blickt einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Mit 22 Jahren ist er bereits die Nummer 33 der Weltrangliste und bestätigt seine Stärke in der Jugendklasse zusammen mit den Mitstreitern Tristan Flore und Quentin Robinot auch bei den Senioren.  So passt auch der Wechsel nach Düsseldorf in diese Perspektive:

„Ich bin nach Düsseldorf gewechselt, um in einem der besten Europäischen Clubs zu spielen und Titel zu gewinnen. Ich trainiere schon seit einiger Zeit in Düsseldorf und habe dort seit dem Sommer auch eine Wohnung.“

.

Patrick_Franziska_Rémy_Gros_03

Zum zweiten Mal in seiner jungen Karriere spielt Franziska nun in einer Mannschaft mit seinem Vorbild Timo Boll.

„Ich wohne gerade mal 10km von Timo entfernt, in Höchst im Odenwald. Damals habe ich beim TSV Höchst angefangen Tischtennis zu spielen, weil meine Eltern dort auch aktiv waren. Timo’s Vater war mein erster Trainer.“

Zwei Top 30 Spieler in der Weltrangliste aus dem gleichen Verein, das gab es zuletzt bei den Saive Brüdern. Mit 10 Jahren trat Franziska dem Team Butterfly bei, „die haben die besten Beläge und Hölzer“, fügt er hinzu.

In Österreich, bei den Europameisterschaften 2013 in der Werner Schlager Academy, schaffte Franziska Siege über Chen Weixing, Simon Gauzy, Kirill Skachkov und Konstantin Papageorgiou und füllte damit eine wichtige Position im Team: Die des fehlenden Superstars Timo Boll. Und Franziska machte seinen Job sehr gut und zeigte im Verlauf des Turniers seine Reife. Hohes Lob vom Sportdirektor des deutschen Tischtennis Bundes Dirk Schimmelpfennig, Franziskas Leistung sei kein Zufall gewesen.

Bonus vidéo – Dirk SCHIMMELPFENNIG über Patrick Franziska

„Während der EM 2013 habe ich versucht, möglichst locker zu bleiben. Ich stand im Vorfeld unter Druck und war manchmal zu verkrampft und zögerlich. Davor noch hatte ich mit einer Verletzung zu kämpfen und konnte gar nicht spielen. Mein Motto ist das jetzt einfach zu genießen.“ Sagt Franziska.

Als jüngster Spieler in der Nationalmannschaft, beschreibt er die Stimmung im Team:

„Wir sind alle gute Freunde, sehen uns oft auch außerhalb des Trainings und reden miteinander. Dima (Ovtcharov) zum Beispiel hat mir viele Tipps und Infos gegeben und mich darin bestärkt einfach mein Spiel durchzuziehen.“ Der Youngster ist sich der Konkurrenzsituation aber bewusst: „Bastian (Steger) war sicher enttäuscht, dass ich an seiner Stelle spielen durfte, aber er hat mich dennoch unterstützt und mir Rückhalt gegeben. Unser Team ist sehr selbstbewusst und wir verbringen gerne Zeit zusammen“, zum Beispiel zum Fußballgucken. „Ich liebe Fußball und verfolge die Profiteams wann immer ich kann, besonders meinen Lieblingsverein FSV Mainz. Die sind nicht unbedingt Bayern oder Dortmund, aber ich liebe den Verein einfach!“

Patrick Franziska über Zinedine Zidane und Kalinikos Kreanga

Franziskas Langzeitplanung ist gewiss auf die Olympischen Spiele gerichtet, aber die Konkurrenz aus den eigenen Reihen ist stark. „Mit Timo und Dima haben wir zwei der besten Spieler in Europa, gewissermaßen die Nr 1 und 2, oder andersherum! Außerdem stehen Patrick Baum, Bastian Steger oder der genesene Christian Süß und der talentierte Ruwen Filus mit zur Auswahl. Ich schaue nach vorne, wir werden es ja sehen!“

Als derzeitige Nr 33 in der Welt stehen ihm seine größten Erfolge sicher noch bevor, dennoch steht er bereits jetzt vor seinen Kollegen aus der Jugend und Schülerzeit, etwa Tristan Flore, Quentin Robinot oder Simon Gauzy. Mit einem breiten Lächeln erklärt Franziska aber, dass man dennoch gut miteinander auskommt: „Mit den Franzosen und den schwedischen Spielern bin ich gut befreundet. Letzten Sommer bin ich mit Mathias Oversjo nach Las Vegas geflogen..“

In seinem Beruf verlässt sich Patrick Franziska allerdings nicht auf Glück, vielmehr sind sein Ehrgeiz und Eifer Antriebe und Gründe für seinen Aufstieg.

Best-of Franziska – Achanta (Fulda-Mazerbell – Düsseldorf)

Best-of Franziska – Skachkov (Semi-finals Euro 2013)

Über den Autor

Hubert

He recently joined the Butterfly France team. Hubert, in addition to following high level table tennis for many years (and playing himself), as a journalist, he creates a lot of content. He is now the chief editor for Butterfly Mag. He is also the communication manager for Butterfly in France.

Verwandte Artikel

Ein Kommentar

  1. René

    Patrick Franziska ist kompletter Spieler mit einer unheimlich schönen Technik. Ich freue mich immer ihn spielen zu sehen. Mal schauen, wann er den ersten Top-Chinesen knackt – hoffentlich schon bald bei der Team WM 2014 in Tokio. Das Zeug dazu hat er!