Riva del Garda

Riva del Garda

Vom 11. – 20. Juli maß sich Europas Top-Nachwuchs in Riva del Garda (Italien) in allen Wettbewerben.

In dem kleinen Paradies am Garda-See trafen sich damit um die 600 SpielerInnen aus 45 Ländern. Ihnen zur Seite ca. 200 Coaches, Manager, Physiotherapeuten, um die 100 SchiedsrichterInnen und viele mehr. Sie alle werden nicht nur das Niveau des Europäischen Tischtennis prägen, sondern zunächst einmal für 9 Tage auch das Stadtbild der ca. 9.000 Seelen zählenden Gemeinde.

Hier durften wir natürlich nicht fehlen. Wir begleiteten die Butterfly-Talente und haben uns viel vorgenommen. Hier exklusive Videos, Resümees und Notizen vom Tage.

 

Video Reviews

Im Butterfly Youtube-Videokanal findet ihr ab jetzt fast täglich neue Videos zu Einzel- und Finalbegegnungen.

(Abonnieren lohnt sich! :-). Hier  eine erste kleine Auswahl:

 

Resümee

Die Jugend-EM 2014 —  Dirk Schimmelpfennig und Richard Prause resümieren

Dirk Schimmelpfennig, DTTB Sportdirektor

Dirk Schimmelpfennig

Dirk Schimmelpfennig

„Bei den deutschen Talenten stachen vor allem die Mädchen heraus, die im U 15-Bereich wieder Medaillen gewinnen konnten.

Davon abgesehen aber waren die deutschen Athleten in den Einzelwettbewerben zu weit vom Podium entfernt. Die Nachwuchsförderung muss also frühzeitig weiter intensiviert werden, wenn wir erfolgreich sein wollen.

In Europa dominieren Frankreich und Rumänien den Nachwuchsbereich. Bei der Jugend-WM werden für Europa Medaillengewinne in Konkurrenz zu den führenden asiatischen Aktiven schwierig, sind aber wieder möglich.

Für Europa wird die gezielte Förderung im Bereich der 15 – 23 Jährigen noch wichtiger.“

 

Richard Prause, Headcoach der Werner Schlager Academy

Richard Prause

Richard Prause

„Für mich sind die Jugendeuros natürlich eine Pflichtveranstaltung, sowohl aus Sicht der WSA als auch aus Sicht der ETTU.

Einige neue Talente strebten in den Vordergrund, einige behaupteten sich im Vordergrund. Als herausragend bewiesen sich der Franzose Alexandre CASSIN bei den Jungen,  die beiden Rumänen Rares SIPOS (Schüler)  und Adina DIACONU (Schülerinnen) sowie Chantal MANTZ und Nina MITTELHAM bei den Mädchen.

Auch bei den Schülern haben mir einige weitere junge Talente gut gefallen wie z.B ein Macek Kolodziejczyk oder  Tiago Li, die noch einige Schülerjahre vor sich haben. Ob die Medaillengewinner der JEM auch zu den Medaillengewinnern bei der JWM zählen werden, ist schwer zu prognostizieren. Ich denke dass die asiatischen Spieler  z.B aus China, Japan und Korea etwas stärker einzuschätzen sind, aber bis zur WM sind es noch einige Monate hin und dies gibt allen Zeit sich weiter zu entwickeln und den Abstand zu verkürzen. Zumal einige europäische Spieler ihre eigentliche Profikarriere erst nach dem Schulabschluss beginnen. Dann holen sie im Vergleich zu den asiatischen Spielern auf. Ob es dann langt, um sie auch zu überholen, wird der Einzelfall zeigen. Ein Ziel sollte es allemal sein.“

 

 

20. Juli 2014

Jugend-EM 2014: Die Krönung

Alexandre Cassin

Alexandre Cassin

Chantal MANTZ und Alexandre CASSIN haben sich die Krone bei den Mädchen bzw bei den Jungen aufgesetzt.

Sie gehörten vorher zu den Top Favoriten und haben sich als solche durchgesetzt, was mental oft schwerer ist als nach einer Außenreiterrolle zu triumphieren.

Ziel für Alexandre muss es jetzt sein, ähnlich wie z. B. Quentin Robinot aus der jüngeren französischen Garde, sich den Top 100 der Herren-Weltrangliste zu nähern. Die Möglichkeiten dazu hat er allemal. Chantal Mantz und Nina MITTELHAM trugen ein rein deutsches Finale unter sich aus, aus dem Mantz als Siegerin hervorging. Beide haben eine gute Perspektive sich im Damenbereich nach vorne zu spielen. Chantal Mantz muss vielleicht ein wenig darauf achten sich nicht zu sehr vom Tisch drängen zu lassen. Denn aus der Distanz gewinnt man zwar Punkte, aber selten ganze Spiele. Attraktiv ist ihre Spielweise allemal und ich denke, die Aggressivität kann sie sicher in ihr Spiel einbauen. Und zu welchen Leistungen Nina Mittelham fähig ist, das hat sie oft genug gezeigt.

Adina DIACONU

Adina DIACONU

Diaconu (ROU) und Sipos (ROU) heißen die Titelträger bei den Schülerinnen und bei den Schülern.

Adina DIACONU hat sich im Einzelwettbewerb nochmals gesteigert und den Einzeltitel errungen. Rein von den Ergebnissen her stellt sie eindrucksvolle Rekorde auf, ist erfolgreichste Spielerin des Turniers. Ich denke sie ist in ihrem passiven Spiel sehr weit, während sie an der Qualität ihrer Angriffsschläge und am Aufschlag-Rückschlagspiel vor allem aus der Vorhand sicher noch arbeiten kann. Ihr eingeschlagener Weg ist sicher ein sehr guter und setzt die rumänische Tradition, Spitzenspielerinnen wie Dodean und Samara aufzubauen, eindrucksvoll fort.

Rares Sipos (ROU)

Rares Sipos (ROU)

Apropos Rumänien: Ebenso eindrucksvoll auch, was Rares SIPOS (ROU) am Finaltag an Potenzialen und Reserven mobilisiert konnte. Im Endspiel gegen Artur ABUSEV (RUS). Mit Abusev hat sich in diesem Jahr ein Abwehrspieler bis ins Finale durchgesetzt, der beidseitig über viel Schnitt in seinen Abwehrschlägen und damit gute Grundvoraussetzungen verfügt. Dass er auch an seinem Angriffsspiel weiter arbeiten wird, mache ich mir keine Sorgen.

Gewiss werden wir von allen Finalteilnehmern n den nächsten Jahren noch einiges hören. Einige werden wir sogar nächstes Jahr bei einer Jugend-EM sehen, einige andere werden sich bei den Damen und Herren etablieren müssen. Ich bin gespannt wie schnell und vor allem natürlich, wen wir in den Nationalmannschaften oder möglicherweise gar bei Olympia 2016 oder 2020 sehen werden.

Da wächst eine interessante Generation heran.

Bis bald euer Richard

 

19. Juli 2014

Jetzt stehen die Halbfinale fest — und ziemlich viel Spannung auf dem Plan

Rares Sipos (ROU)

Rares Sipos (ROU)

Bei den Schülern haben es 4 Spieler ins Halbfinale geschafft, denen man es auch vorher zugetraut hat. Rares SIPOS (ROU) wird morgen auf Nolan GIVONE (FRA) treffen, Irvin BERTRAND (FRA) auf Artur ABUSEV (RUS).

Etwas überraschend hat es Pletea (ROU) nicht geschafft, der vorher schon – und speziell nach dem Team-Finale – sehr hoch gehandelt wurde.

Abusev als Abwehrer ist sicher ebenfalls eine Erwähnung wert, auch wenn er seinen Angriff noch verbessern muss.  Givone, Bertrand und Sipos haben ja schon das Mannschaftsfinale gespielt, können sich also sehr gut einschätzen.

Adina DIACONU

Adina DIACONU

 

Bei den Schülerinnen zieht immer mehr Adina DIACONU die Aufmerksamkeit auf sich. Ich bin gespannt, ob sie sich noch stoppen lässt, Im Halbfinale steht sie schon.

Adina wird dann morgen gegen Maria TAYLAKOVA aus Russland antreten, während sich im weiteren Halbfinale Izabela LUPULESKU aus Serbien mit Lisa LUNG (BEL) duellieren wird.

Mit Alexandre CASSIN (FRA), Elias RANEFUR /(SWE), Filip ZELJKO (CRO) und Anton KALLBERG (SWE) befinden sich 4 Jungs im Halbfinale, die man nicht alle dort erwartet hätte und kämpfen um die Prinzenkrone Europas. Cassin hat es mit Zeljko zu tun, Ranefur mit seinem Landsmann Kallberg, der als technisch sehr kompletter Spieler auf sich aufmerksam machte.

Nina Mittelham

Nina Mittelham

Sehr spannend ging es bei den Mädchen zu, alle Spiele sehr knapp, zum Teil dramatisch. So gingen nicht nur alle Spiele über die volle Distanz. Nicole TROSMAN (ISR) hatte gegen Pauline CHASSELIN (FRA) sogar 5 Matchbälle auf der Hand.

Schlussendlich stehen mit Mittelham und Mantz zwei deutsche Spielerinnen im Halbfinale, die sich nach dem verlorenen Team-Finale gegen Frankreich nun gerne revanchieren würden. Mittelham trifft auf Chasselin, Mantz auf Ekaterina GUSEVA (RUS).

Für Spannung ist damit auch morgen gesorgt. ich freu mich drauf.

 

Gespannte Grüsse,

Euer Richie

18. Juli 2014

„Was haben China, Japan und auch Deutschland gemeinsam?“

Richtig viel Aufregendes gibt es auch heute nicht zu berichten. Die richtig großen Matches beginnen erst am Samstag, bevor es am Sonntag in den Einzelkonkurenzen um Gold geht.

So geben mir die Tage Zeit, etwas über den Tellerrand hinaus zu philosophieren. Ein Gedanke ging mir nicht aus dem Kopf: Was haben China, Japan und auch Deutschland gemeinsam, warum sind sie führende Tischtennisnatiomen? Das war nicht immer so. Schliesslich gab — bei gleichem Interessensniveau am Tischtennis — Zeiten, in denen Schweden, Ungarn oder andere Nationen hier hätten aufgezählt werden müssen.

Ich denke, ein Grund bzw. Impulsgeber ist sicherlich die jeweils unterschiedlich große Konkurrenz im eigenen Land und das daraus resultierende sehr intensive Trainings- und Leistungsniveau. Trainingsgruppen aus mehreren Spielern einer Generation pushen sich dann gegenseitig zu immer besseren Leistungen, sind sich Konkurrenten wie Idole gleichermaßen. Diese Situation — die Konkurrenz im eigenen Land — gilt es, nach Möglichkeit von den Schülern bis hin zum Erwachsenenbereich, durchgängig zu schaffen.
Ich freu mich schon auf morgen wenn die einzelkonkurenzen sich langsam aber sicher ihren Höhepunkten nähern.

Viele Grüße
Euer Richard

 

16. Juli 2014

„Luft holen, durchatmen, umdenken“

Richard_Prause_White_smallAm heutigen Donnerstag gibt es für viele der gesetzten SpielerInnen im Einzel Zeit zum Luft holen, bevor morgen  die „Euros“ dann sozusagen ein zweites mal beginnen.

Mir gab es Zeit zu einem etwas intensiveren Blick über die Schüler-Generatiomen. Erwartungsgemäß haben sich hier Frankreich und Rumänien ins Mannschaftsfinale gespielt. Interssant zu sehen, auf welch beachtlichem Niveau einige der Generation 2000 bereits spielen und wie technisch gut ausgebildet sie sind.

Hoffentlich arbeiten diese Jungs und Mädels gut weiter. Denn ich denke, dass es in Europa auch im Vergleich zu Asien viele talentierte junge Spieler gibt. Diese zu finden, auszubilden und in unserem Sport zu halten ist nicht zuletzt unsere Aufgabe , die Aufgabe der Trainer.

Euer Richie

 

15. Juli 2014

Die Teamfinale — Entscheidungen & Emotionen

Der 5. Tag brachte die Entscheidungen in den Mannschaftswettbewerben.

Finale der Schülerinnen

Adina DIACONU

Adina DIACONU

Adina DIACONU (ROU)  blieb es einmalmehr vorbehalten, das 3 zu 1 für Rumänien sicherzustellen. Ein weiterer Titel für die traditionsreiche Riege von Rumaniens weiblichem Nachwuchs.

Damit ist Rumänien die  einzige Nation, die neben Frankreich (Jungen, Mädchen, Schüler) einen Mannschaftstitel gewinnen konnte.

Spiel ums letzte WM-Ticket

Im Spiel Deutschland gegen Kroatien bei den Jungen ging es zwar nicht um Gold, aber um nichts weniger als die Qualifikation für die Jugend-WM im November / Dezember. Beim 3:1 für Kroatien gingen die 3 Siege über die volle Distanz und jedesmal mit dem besseren Ende für das kroatische Trio angeführt von Filip Zeljko. Aus deutscher Sicht ist die Enttäuschung natürlich groß. Groß ist aber auch die Herausforderung,  hierdurch nun nicht mental einzuknicken, schnell und konsequent „nach hinten“ abzuschließen und „nach vorne“ zu gucken. Für Spieler wie für Trainer. Denn das Turnier geht weiter. Stellvertretend für die spannungsgeladene Begegnung hier das Spiel zwischen Dang QIU (GER) und Filip ZELJKO (CRO).

http://www.laola1.tv/de-de/video/jbt-dang-qiu-ger-filip-zeljko-cro/206612.html

laola_QIU_ZELJKO

Finale der Jungen

Im Jungenfinale standen sich Frankreich und Polen gegenüber. Das Finale war sehr ansehnlich, aber sicherlich von der Spannung und Dramatik nicht mit beiden Halbfinalspielen zu vergleichen – und wohl auch nicht mit dem Spiel um Platz 5, dem Spiel ums letzte WM-Ticket.

In einer von beiden Seiten lautstark unterstützten Begegnung versuchte Polen über sich hinauszuwachsen, mußte  aber letztlich die deutliche Überlegenheit Frankreichs anerkennen.  Auch in dieser Höhe geht der 3:0 Sieg Frankreichs  in Ordnung.

Akkuzu und Cassin auf Frankreichs Seite sowie Zatowka auf polnischer Seite haben mir insgesamt recht gut gefallen und ich bin gespannt wie diese drei sich in den Einzelwettbewerben schlagen werden.

 

Finale der Schüler

Das Finale bei den Schülern stand auf sehr hohem Niveau. Frankreich und Rumänien schenkten sich nichts und was Christian PLETEA (ROU) und Nolan GIVONE (FRA) an Spielverständnis und Technik zeigten, war wirklich mehr als „nur“ Schülerniveau. Pletea mit mehr Durchschlagskraft, Givone mit der besseren Beinarbeit. Letztlich wurde Nolan Givone zum Matchwinner, aber alle 4 eingesetzten Spieler haben echtes Entwicklungspotenzial. Der Titel ging mit 3:2 an Frankreichs Schüler.

Das Mädchen-Finale

Deutschland gegen Frankreich lautete  das Mädchenfinale und Deutschland ging als der hohe Favorit in dieses Spiel. Nachdem beide Spitzenspielerinnen ihre Spiele gewinnen konnten, kam es zur Schlüsselpartie zwischen Chantal MANTZ (GER) und Laura PFEFER (FRA). Es entwickelte sich ein hochspannendes Match, in deren Verlauf sich die Deutsche allerdings zu oft zurückdrängen ließ und zu passiv wurde. Zwar kämpfte sich Chantal Mantz immer wieder zurück ins Spiel, letztlich wurde aber das aggressivere Spiel der Französin, die mit Noppen auf der Vorhand agiert, mit 11 zu 9 im fünften Satz belohnt. Mit der 2 1 Führung im Rücken ließ sich Marie MIGOT (FRA)nicht mehr stoppen und machte mit einem 3 1 gegen WAN Yuan (GER) die Überraschung und den französischen Sieg perfekt.

Spielweisen, Techniken, Athletik

Richie Prause

Richie Prause

Ich hatte vor ein paar Tagen erwähnt, dass viele Spieler oft ohne Not die Spin-Spin Duelle suchen und gerne von Tisch „fliehen“. Dies bestätigt mir auch der weitere Turnierverlauf.

Oft hängt es mit einem schlechten und unsicheren Aufschlag-Rückschlag-Spiel zusammen. Die Rückhand-Banane spielen viele Spieler sehr häufig und sicher. Größere Probleme breitet meist die kurze Vorhand und generell das Kurz-Kurz-Spiel. Auch wird  mit der Vorhand aus meiner Sicht  der Ball häufig zu tief fallen gelassen und sich zu sehr auf Rotationtopspins verlassen. Hier sollte es die Mischung machen: Neben Topspins mit viel Rotation sollten auch Topspins mit hohem Schlagansatz zum direkten Punktgewinn — zum Beipiel bei Umläufen mit der Vorhand aus der  Rückhand — eingesetzt werden.

Zum Schluss noch ein Wort zur Athletik: In Relation zu den Asiaten hinken da die Europäer ebenfalls ein Stück hinterher. Athletik mit Sinn und Zweck der Verbesserung der Köperstabilität und Geschwindigkeit ist mittlerweile bei den Damen und Herren ein wichtiger Bestandteil des täglichen Trainings geworden. Ich denke wir sollten auch den Nachwuchs  für die Wichtigkeit der Athletik im Tischtennis sensibilisieren.

Sportliche Grüße vom See,

Euer Richie

 

14. Juli 2014

Morgen spannender Showdown im Team-Wettbewerb

Rares Sipos (ROU)

Rares Sipos (ROU)

Jetzt stehen also die Mannschafts-Finale fest und vorne sind die Nationen, die man erwarten durfte.

Bei den Schülern trifft Frankreich auf eine bemerkenswert entwicklungsfähige“ rumänische Mannschaft.

Bei  den Schülerinnen stehen sich mit Rumänien und Russland gewissermaßen zwei gute alte Bekannte“ gegenüber, die sich in den Halbfinalspiel gegen Deutschland und Ungarn durchsetzen konnten.

Das favorisierte deutsche Mädchenteam erwartet Frankreich, während sich bei den Jungen Polen und Frankreich gegenüberstehen. Respekt an die Polen zum Finaleinzug, angeführt von einem für mich sehr gut spielenden Patrik Zatowka.

Alexandre Cassin (FRA)

Alexandre Cassin (FRA)

Morgen werden nicht nur die Finale spannend: Deutschland musste zwar gegen Favorit Frankreich — mit den Top-Talenten Alexandre Cassin und Can Akkuzu  – im Viertelfinale den Kürzeren ziehen, wird aber morgen im Spiel gegen Kroatien sicher nochmals alles geben. Schließlich qualifiziert sich nur der Gewinner dieser Partie als Mannschaft für die Jugendweltmeisterschaften im Dezember.

SPIRIT wird großgeschrieben

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, das ist die Mannschaftsatmosphäre, die fast jede Mannschaft entwickelt hat. Es wird füreinander gefightet bis zum Letzten. Und oft sind es gerade die Ersatzspieler, die hier eine ganz entscheidende Rolle als Motivator einnehmen — und annehmen. Ob es jetzt um Medallien oder Platzierungen ging — die Motivation blieb ungebrochen und es macht Spaß zuzusehen, wie sich ein solcher Fighting Spirit bei fast allen Mannschaften im Verlauf des Turniers aufgebaut hat.

 

Hohes Spielniveau — nur Aggressivität und Konsequenz manchmal zu schwach

In der Spitze wird technisch sehr anspruchsvolles Tischtennis gespielt. Allerdings fehlte mir oft ein wenig die Aggressivität und der unbedingte Wille zum Punktgewinn mit dem 3. Ball beim Spiel über dem Tisch.

Gerade wenn die Grundtechnik stimmt, sollte man aus meiner Sicht öfter versuchen, früher den Punkt zu machen. Viele Spieler lassen sich ohne Not zu Topspin-Duellen in die Halbdistanz zwingen, weil sie auf die ersten Bälle zu passiv reagieren.

 

Ich melde mich morgen mit den frischgebackenen Mannschafts-Europameistern und mit dem Ausblick auf die Einzelwettbewerbe

Euer Richard

 

12. Juli 2014

„Wenig Überraschungen, aber viel Bestätigung und tolles Tischtennis“

Das Geschehen bedarf weiterhin nur wenige Worte. Richard Prause fasste es schön zusammen und stellte fest:

„Die Jugend-EM hat jetzt langsam, aber sicher, Fahrt aufgenommen. Im großen und ganzen haben sich dabei die üblichen Verdächtigen  zumeist durchgesetzt.“

Nina Mittelham

Nina Mittelham

„Interssant zu sehen dass die SpielerInnen, die auch schon im Damen- bzw. Herrenberreich erste Erfahrungen gemacht haben, sich in Bezug auf Schlaghärte und Platzierungen  von denen abheben, die man eher selten im Erwachsenenbereich spielen sieht.“

„Interessiert habe ich auch die Spiele von Nina Mittelham beobachtet, die als die dominante Spielerin der letzten Saison in diesem Jahr mit großen Verletzungsschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Nina ist offensichtlich auf einem guten Weg, auch wenn ihr Spiel noch manchmal ein wenig stockt. Aber wenn sie einmal Fahrt aufgenommen hat, traue ich ihr wieder einiges zu.“

 

 

Nicole TROSMAN_image001Knapp wurde es in der Vorrunde einmal für die deutschen Mädchen gegen Israel. H

Hier präsentierte sich Nicole TROSMAN extrem stark und im wahrsten Sinne des Wortes schlagfertig. Konnte Chantal Mantz TROSMAN noch in den Entscheidungssatz zwingen, musste Butterfly-Kollegin Nina MITTELHAM eine glatte 0:3-Niederlage hinnehmen.

 

 

 

11. Juli 2014

Während die ersten Team-Begegnungen schon starteten, gestatte uns auch Dirk Schimmelpfennig, Sportdirektor des DTTB, Einblick in seine Mission.

Mit welchen Zielen und Erwartungen fährt der Sportdirektor des DTTB zur Jugend-EM? Was interessiert ihn besonders?

(Dirk Schimmelpfennig): „Wir fahren — genau wie im Spitzensportbereich — mit ehrgeizigen Zielen zu den Jugend-Europameisterschaften und wollen nach Möglichkeit in allen vier Kategorien zu den Medaillengewinnern zählen. Das gelingt oft sehr erfolgreich, aber natürlich nicht immer. Mich interessieren vor allem die Perspektiven im Hinblick auf den Spitzensportbereich. Dabei stehen die technischen, taktischen, spielerischen, athletischen und mentalen Fähigkeiten in meinem Fokus.“

Welche Rolle spielt für dich dabei der Blick über die Grenzen des deutschen Teams hinaus?

Dirk Schimmelpfennig

Dirk Schimmelpfennig

(Dirk Schimmelpfennig): „Zum einen erhalten wir eine Rückmeldung, wer bei einer solcher Spitzenveranstaltung in der Lage ist, sein Leistumgsvermögen abzurufen. Zum anderen ist der internationale Vergleich sehr aufschlussreich. Nur bei Turnieren wie diesem erhalten wir Antworten auf wichtige Fragen: Wo steht unser Nachwuchs im internationalen Vergleich? Welche Stärken und Schwächen zeigen sich? Wie entwickelt sich der europäische Nachwuchs? Gibt es neue spielerische Entwicklungen? Zudem bietet eine Jugend-EM immer auch die Möglichkeit zum Austausch unter den Coaches. Mit all den Informationen können die Trainer dann sich selbst, ihr Trainingsprogramm und vor allem ihre Aktiven weiterentwickeln.“

 

Was uns ins Auge sprang…

Bei den Schülern gelang Deutschland der Sprung ins Viertelfinale. Für Jannik Xu war das erste Spiel der ersten EM-Teilnahme so – wie es normalerweise nun mal ist. war dabei gewiss auch Opfer seiner völlig verständlichen Nervosität. „Ich war schon ein wenig eisig“, sagte der Regionalligaspieler des SV Bolzum nach der 0:3-Niederlage gegen Tilen Cvetko. Gegen die Nummer vier der Rangliste, Andrei Putuntica, spielte er – gewiss auch durch die Siege seines Teamkollegen Gerrit Engemann beflügelt – befreiter und gewann mit 3:1. Am Samstag wartet nun Dänemark, unter anderem mit Butterfly-Kollegen Andreas DILLING, der Nummer 15 der Rangliste. „Die Chancen stehen 60:40“, denkt Jannik Xu.

Auch bei den Schülerinnen wurde es  für Deutschland gleich am ersten Tag spannend. Zunächst beim 3:2 gegen Italien. Dann gegen Frankreich. Zwar brachte Jennie Wolf die DTTB-Auswahl mit 1:0 in Führung, doch konnte die Deutsche Schüler-Einzelmeisterin im Entscheidungsspiel trotz einer 8:6-Führung im Entscheidungssatz gegen die immer druckvoller aufspielende Gauthier  im letzten Spiel nicht genug entgegensetzen – und das 1:3 Gesamtergebnis nicht verhindern. Mit Spanien wartet nun auch auf die deutschen Spielerinnen am Samstag vormittag eine harte Nuss.

Adina DIACONU

Adina DIACONU

Das rumänische Schülerinnen-Team mit der europäischen Einzel- und Doppelmeisterin Adina DIACONU stiess, wie zu erwarten, weder mit der Türkei noch mit der der Republik Tschechien auf wenig Widerstand.

Wie vorauszusehen schwer zu stoppen waren französischen Jungen. Ansonsten gab es erste schöne und sehr spannende Spiele zu sehen. Wie z.B. beim Team-Wettbewerb der Jungen im Spiel zwischen Diogo CHEN (POR) und Helshan WEERASINGHE (ENG). Hier klicken, um es anzusehen.

http://www.laola1.tv/de-de/video/jbt-diogo-chen-por-helshan-weerasinghe-eng/202780.html

10. Juli 2014

Toll, die Butterfly Youngsters sind gesund, guter Dinge und zum größten Teil bereits da. Kein Wunder, denn an einem so wunderbaren Ort wie Riva del Garda fühlt man sich gleich wohl und möchte keine Stunde verpassen.

Hohmeier_Qiu_Scheja_Xu_Schulze_Mittelham_Wan_Wolf_2Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an die deutschen Butterfly-Talente in Riva für die Zeit für das schöne Foto. Von oben nach unten und von links nach rechts: Nils Hohmeier, Dang Qiu, Dominik Scheja, Jannik Xu, Nils Schulze, Nina Mittelham, Yuan Wan und Jennie Wolf.

Einige SpielerInnen — aus verschiedenen Ländern Europas — fanden sogar Zeit zu einem kleinen Stimmungstest, den wir im Folgenden einmal abbilden und in den nächsten Tagen noch ergänzen.

Doch alles der Reihe nach, denn als erstes überfielen wir den anwesenden Butterfly Experten Richard „Richie“ Prause mit unserer Neugier.

 

Mit welchen Zielen und Erwartungen fährt der Headcoach der Werner Schlager Academy zur Jugend-EM? Was interessiert ihn besonders?

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Richard Prause

(Richard Prause): „Einerseits fungiere ich als Ansprechpartner für die WSA-Spieler. Gleichsam bin ich  – gemeinsam mit Mario Amizic und Neven Cegnar — interessierter Beobachter im neu eingeführten Nachwuchsprogramm der ETTU.

Wir führen eine Art Scouting durch, sichten vielversprechende Talente, um sie bei Bedarf zu unterstützen. Die meisten Spieler, die später den ganz großen Durchbruch geschafft haben ( z. B. Timo Boll oder Michael Maze) haben auch auf Jugend-Europameisterschaften erste Aufmerksamkeit, Medaillen und Titel gewonnen. Insofern ist es interessant und wichtig, die nächste Generation unter die Lupe zu nehmen.“

 

Welchen Stellenwert hat so eine EM für dich — z.B. im Vergleich zu entsprechenden Ranglistenturnieren?

2014 EYC Logo(Richard Prause): „Diese und jede EM hat einen sehr hohen Stellenwert – aus mehreren Gründen.

Zum einen gibt eine EM einer höheren Zahl an Talenten die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Häufig ändern sich die Leistungsgefüge bei jungen Spielern schneller als die Rangliste reagiert.

Zudem ist der Umgang mit psychischem Druck bei einer Meisterschaft mit K.O.-Modus ein anderer als z. B. bei einem Europe Top 10.

Interessant ist schlussendlich natürlich auch die Leistung von SpielerInnen als Teil einer Mannschaft.“

 

Aber lassen wir nun auch die eigentlichen Helden des Events einmal zu Worte kommen …

 

Wie geht es dir? Optimal vorbereitet und ganz locker — oder doch etwas nervös?

Alexandre Cassin

Alexandre Cassin

Alexandre CASSIN (FRA) : „Wir haben eine sehr intensive Vorbereitungsphase mit täglichen Trainingseinheiten absolviert. Ich fühle mich von daher sehr gut. Ich würde sagen, dass ich noch nie so gutes Tischtennis gespielt habe wie im Moment. Ich kenne die meisten meiner Gegner und bin voller Selbstvertrauen.“

Audrey ZARIF (FRA) : „Ich fühle mich klasse und will nur noch loslegen!“

David REITSPIES (CZE) : „Ich fühle mich gut. Ich war 20 Tage in China – 100% ready!“

Andreas DILLING-HANSEN (DEN) : „Geht gut, vom Training her wie mental. Freue mich schon seit langem auf diese JEM.“

Diogo CHEN (POR) : „Danke, gut! Bin eigentlich sehr gut vorbereitet auf dieses große Turnier, schon das ganze Jahr auch durch Erfahrungen auf anderen Turnieren. Ein wenig nervös bin ich trotzdem.“

Nina Mittelham

Nina Mittelham

Nina MITTELHAM (GER) : „Mir geht es ganz gut, hab noch ein paar Probleme mit den Knien, aber das kriegen wir in den Griff. Die Vorbereitung war noch ganz gut, dafür dass ich solange nicht gespielt habe. Und, ja — noch bin ich entspannt.“

Lea RAKOVAC (CRO) : „Ich bin gut drauf und fühl mich gut. Ich habe mich gut vorbereitet, also bin ich gut vorbereitet. Nein, nervös bin ich nicht ganz entspannt und  ready“!

Anton KÄLLBERG (SWE) : „Grundsätzlich fühl ich mich sehr gut und auch gut vorbereitet nach nicht wenigen Trainingscamps. Ich bin aber auch etwas aufgeregt aber eher eine gute, positive Art der Nervosität“

Carl AHLANDER Johansson (SWE) : „Nach so vielen Monaten spezieller Vorbereitung für diese JEM fühl ich mich gut, körperlich wie mental und freue mich wirklich sehr auf das Turnier.“

Christina DUMITRACHE (ITA) : „Habe mich lange und gut vorbereitet, fühl mich einfach ‚bereit‘. Aber klar, auch ein bisschen nervös, wie bei jedem Wettbewerb.“

Rossi Dumitrache Bressan

Rossi Dumitrache Bressan

Carlo ROSSI (ITA) : „Fühl mich zwar gut vorbereitet, aber auch nervös, denn es ist meine erste Erfahrung auf einer Jugend-EM und ich will natürlich gute Ergebnisse erzielen.“

Luca BRESSAN (ITA) : „Bei mir auch: Ich bin gut vorbereitet, aber eben auch nervös und mache mir Sorgen, deshalb eventuell nicht das Beste geben zu können. Mal gucken…“

Pauline CHASSELIN (FRA) : „Ich fühle mich gut, habe Selbstvertrauen. Aber ich schätze, der gefühlte Druck wird bis zum Start des Wettbewerbs noch zunehmen!“

Laura PFEFER (FRA) : „Alles gut, kein Stress“

Leïli  MOSTAFAVI (FRA) : „Es ist zwar meine erste Teilnahme, aber ich fühle mich dadurch nicht so sehr gestresst.“

Lilian  BARDET (FRA) : „Ich fühle mich gut : Wir hatten ein super Trainingscamp“

Andreas  LEVENKO (AUT) : „Mir geht es auf jedenfall gut …Ich fühl mich optimal vorbereitet aber eine gewisse spannung gibt es vor jedem großen Turnier“

 

Wie lenkst du dich zwischen den Spielen und abends ab?

Alexandre CASSIN (FRA) : „Mit meinen Teamkollegen. Reden über Gott und die Welt, Kartenspielen, Telefonieren, Chats mit Girls :-)“

Audrey ZARIF (FRA) : „Ich versuche mich auszuruhen und zu vermeiden, die ganze Zeit nur an den Wettbewerb zu denken. Einige Zeit verbringe ich auch am Laptop.“

David Reitspies

David Reitspies

David REITSPIES (CZE) : „Mental fit zu sein, spielt hier eine große Rolle. Deshalb vor allem „TT“ im Kopf abschalten und entspannen, durch Musik, Filme etc.“

Andreas DILLING-HANSEN (DEN) : „Versuchen an irgendwas anderes als an Tischtennis zu denken. Sprechen mit Teamkollegen, Filme gucken …“

Diogo CHEN (POR) : „Zwischen den Spielen höre ich gerne mal Musik und konzentriere meine Gedanken auf den nächsten Gegner. Abends entspannt es mich am meisten, im Web zu surfen.“

Nina MITTELHAM (GER) : „Zwischen den Spielen gehe ich an die frische Luft oder höre Musik und abends lese ich oft um runter zu kommen“

Lea RAKOVAC (CRO) : „So ein Wettbewerb ist bereits eine ganz normale Sache für mich, habe gelernt, damit umzugehen und kein Problem damit.“

Anton KÄLLBERG (SWE) : „Wir sind ein super Team, finden immer was Gutes, um vom TT abzuschalten“

Carl AHLANDER JOHANSSON (SWE) : „Ich kenne mich gut genug, brauch keine speziellen Methoden, um mich abzulenken. Wenn ich spiele, will ich gewinnen. Wenn ich nicht spiele, fühle ich deswegen keinen Stress.“

Christina DUMITRACHE (ITA) : „Während des Wettbewerbs kompensiere ich den Stress auch, in dem ich mir andere Spiele ansehe oder mit Teamkollegen chatte. Abends ziehe ich mich lieber ins Hotelzimmer zurück, um dort zu entspannen und so zu Konzentration für den nächsten Tag zu finden“

Carlo ROSSI (ITA) : „Meistens chatte ich nach einem Match direkt mit Teamkollegen. Die letzten Minuten vor einem neuen Match gehe ich dann meistens nochmal in mich, konzentriere mich. Abends dann zusammen mit den Mannschaftskollegen was machen oder auch fernsehen.“

Luca BRESSAN (ITA) : „Zwischen Spielen konzentriere ich mich aufs jeweils nächste Match. Abends einfach was mit den Mannschaftskollegen zusammen machen.“

Pauline CHASSELIN (FRA) : „Ich liebe Musik verschiedenster Genres, deshalb gehört Musik hören mit dazu. Im Moment lese ich auch ein Buch über den 2. Weltkrieg““

Laura Pfefer

Laura Pfefer

Laura PFEFER (FRA) : „Ich höre sehr gern Musik, auch um den Kopf frei zu machen. Abends seh ich mir gern eine Seifenoper an, gehe aber auch gerne in mich statt direkt schlafen zu gehen.“

Leïli  MOSTAFAVI (FRA) : „Am Tag gehe ich manchmal in der Halle rum, unterhalt mich an den verschiedenen Ständen, höre aber auch mal Musik. Les auch schonmal ein Buch, aber nur direkt vorm Schlafengehen.“

Lilian  BARDET (FRA) : „Musik hören und mit Freunden reden. Fernseh gucken ist nicht so sehr mein Ding. Ich gehe auch gern mal früh zu Bett, um am nächsten Tag gut drauf zu sein.“

Andreas  LEVENKO (AUT) : „Meistens mit Schokolade und einem qualitativ hochwertigen Mittagsschlaf“

 

Wie weit willst du es bringen?

Alexandre CASSIN (FRA) : „Ich hoffe, dass ich mir dieses Jahr den Titel holen kann. Im Einzel- und im Mannschaftswettbewerb. Zusammen mit Can AKKUZU sind wir stark und werden um den EM-Titel kämpfen. Bisher habe ich im Team-Wettbewerb einer Jugend-EM noch kein Spiel verloren, das soll so bleiben.“

Audrey ZARIF (FRA) : „Mit dem Team will ich eine Medaille holen, und warum nicht Gold? Eine Medaille, das ist auch mein Ziel fürs Einzel. Auch an den Olympischen Spielen der Jugend werde ich teilnehmen, aber jetzt bin ich erstmal ganz fokussiert auf diese EM – für mich das wichtigste regelmäßige Event überhaupt.“

David REITSPIES (CZE) : „Ich habe kein Ziel und will mich damit auch nicht selbst unter Druck setzen. Ich will einfach nur in jedem Match mein Bestes geben und mein Optimum erreichen.“

Andreas DILLING-HANSEN (DEN) : „Wenn ich gut spiele, hoffe ich auf eine Medaille im Einzel und ich denke, das ist auch möglich.“

Diogo CHEN (POR) : „Ich will in allen Wettbewerben eine Medaille.“

Nina MITTELHAM (GER) : „Ziele habe ich nicht direkt. Ich will einfach nur spielen. Hab lange Pause gemacht und alles, aber meinen Titel verteidigen wäre toll“

Lea Rakovac

Lea Rakovac

Lea RAKOVAC (CRO) : „Ich spreche über so etwas nicht gerne VOR einem Turnier.  In meinem Kopf ist einfach Kampfgeist und ob meine Performance bestens ist, entscheidet sich in dem Moment. Bin gespannt was am Ende rausgekommen sein wird!“

Anton KÄLLBERG (SWE) : „Eine Medaille in jedem Wettbewerb.“

Carl AHLANDER JOHANSSON (SWE) : „Mein Ziel ist, in allen drei Wettbewerben aufs Podium zu kommen.“

Christina DUMITRACHE (ITA) : „Mein Ziel ist einfach, in jedem Match mein Bestes zu geben. Das Beste ist ein Ergebnis der Konzentration im Spiel und von allem, was mich während des Spiels bewegt.“

Carlo ROSSI (ITA) : „Eine Medaille im Team und im Jungen-Doppel. Im Einzel gebe ich natürlich auch mein Bestes, aber ich bin nunmal 2 Jahre jünger als die meisten meiner Gegner…“

Luca BRESSAN (ITA) : „Mein Ziel ist, stets mein Bestes zu geben und dafür werde ich Alles tun.“

Pauline CHASSELIN (FRA) : „Im Mannschaftswettbewerb schaffen wir es hoffentlich wieder unter die Top 3. Deutschland und Russland sind die Topteams und machen einen starken Eindruck. Aber vielleicht schaffen wird ja doch sogar mehr als einen dritten Platz. Im Einzel ist es mein Ziel, das Viertelfinale zu erreichen.  Das Semi-Finale wäre das höchste der Gefühle.“

Laura PFEFER (FRA) : „Frankreich ist als Nummer 3 gesetzt. Aber ich denke, wir können sogar noch mehr. In den anderen Wettbewerben hoffe ich auf so viele Medaillen wie möglich. Und, zur Feier meiner letzten Teilnahme, ist es mein Ziel, erstmals eine Medaille zu erreichen.“

Leïli  MOSTAFAVI (FRA) : „Unser ZIel ist, eine Medaille zu erringen und bis ins Finale zu kommen. Ich selbst bin an Nummer 11 gesetzt und hoffe, das Viertelfinale zu erreichen. Aber dann ist da noch die Auslosung … „

Lilian  BARDET (FRA) : „Ich will ins Viertelfinale. Und ich hoffe, das Frankreich sich den Titel holt“

Andreas  LEVENKO (AUT) : „Meine Ziele sind es, meine Setzung zu halten und dann vielleicht noch eine Runde zu überstehen.“

 

Wer wird für dich das Rennen machen?

Alexandre CASSIN (FRA) : „Frankreich und ich selbst“

Audrey ZARIF (FRA) : „Im Einzel Nina MITTELHAM, die Titelträgerin. Im Mannschaftswettbewerb Deutschland … oder Frankreich.“

David REITSPIES (CZE) : „Dieses Jahr ist alles sehr ausgeglichen. Jeder kann gewinnen. Details werden entscheiden. Aber im Team-Wettbewerb sind Frankreich und Deutschland die Favoriten, würde ich sagen. Im Einzel kann ich nicht sagen, wer gewinnen wird.“

Andreas DILLING-HANSEN (DEN) : „Ich würde mich nicht wundern, wenn es Überraschungssieger geben wird. Bin mir zu unsicher für die Frage.“

Diogo CHEN (POR) : „Das hängt für mich ganz davon ab, wer wie gut und auf den Punkt vorbereitet ist. Speziell im Teamwettbewerb ist wohl Frankreich der Favorit.“

Nina MITTELHAM (GER) : „Wir natürlich. Wir sind sehr ausgeglichen und stark. Ich denke sowohl im Einzel, als auch im Team, sind wir vorne dabei.“

Lea RAKOVAC (CRO) : „Im Teamwettbewerb vermutlich Deutschland, ich halte sie hier für die Stärksten. In den Einzeln gibt es mehrere Favoriten – nichts ist unmöglich. Wir werden sehen.“

Anton KÄLLBERG (SWE) : „Ich glaube an einen Schweden im Einzel und auch im Team“

Carl AHLANDER JOHANSSON (SWE) : „Einige Teams kommen in Frage, aber ich glaube an uns“

Christina DUMITRACHE (ITA) : „Da gibt es mehrere starke Teams.  Ich halte am meisten von Rumänien. Im Einzel gibt es so manche Spielerin, die den Favoriten das Leben schwer machen könnte, deshalb möchte ich keinen Tipp abgeben, wer es am Ende sein wird.“

Carlo ROSSI (ITA) : „Im Team-Event werden wohl Frankreich und Rumänien um den Titel kämpfen. Im Einzel  die zwei Top-Rumäninnen.“

Luca BRESSAN (ITA) : „Ich schätze im Team-Event wird Frankreich ohne große Schwierigkeiten das Rennen machen. Im Einzel gibt es viele starke Spieler, aber mein Favorit ist Can AKKUZU.“

Pauline CHASSELIN (FRA) : „Nina Mittelham und das deutsche Team.“

Laura PFEFER (FRA) : „Nina MITTELHAM, Lea RAKOVAC oder eine andere deutsche Spielerin, Chantal MANTZ. Deutschland ist für mich das Top-Team mit den besten Spielerinnen.“

Leïli  MOSTAFAVI (FRA) : „Rumänien und, natürlich, Adina Diaconu.

Lilian  BARDET (FRA) : „Frankreich wird gewinnen. Im Einzel würde ich Nolan GIVONE, Cristian PLETEA und Irvin BERTRAND die besten Chancen geben.“

Andreas  LEVENKO (AUT) : „Meiner Meinung nach ist der Tscheche REITSPIES ein Favorit. Und im Team ist es eindeutig Frankreich, von der Spielstärke her beurteilt.“

 

Vielen Dank und viel Erfolg!

Über den Autor

Richard

Seit er mit 12 zum Tischtennis kam, lässt unsere Sportart ihn nicht mehr los. Erst als langjähriger Nationalspieler und später in logischer Folge als Trainer gibt er sein Wissen und Erfahrung an seine Spieler weiter. Zwischen 2000 und 2004 als Damen-Nationaltrainer und von 2004 bis 2010 als Herren-Nationaltrainer war er maßgeblich an den Erfolgen von Timo Boll und Co beteiligt. Seit 2010 arbeitet er als Headcoach an der Werner Schlager Academy und arbeitet hier auch als Experte für die ITTF. Schon viele Jahre gehört er zur Butterfly Familie und freut sich, zusammen mit Butterfly, den Tischtennissport weiter zu entwickeln.

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Ein Kommentar

  1. René

    Ich bin sehr gespannt wie sich die Weichen für die Youngster in wenigen Jahren stellen werden. Es ist immer wieder schade wenn vielversprechende Talente, vor allem Damen, aufgrund des finanziellen Risikos eher dann eine „normale“ berufliche Laufbahn einschlagen und sich ein Leben als Tischtennis-Profi nicht leisten können.