Ja genau — Tischtennis als medikamentenfreier Bestandteil der Alzheimer-Therapie! Eine Idee, die für Butterfly Grund genug war, dieses ambitionierte Projekt zu unterstützen. In Zusammenarbeit mit der BOUNCE ALZHEIMER’S THERAPY Stiftung (BAT) wurde kürzlich der Prototyp unseres Tisches zur Alzheimer-Therapie fertiggestellt — und im letzten Monat auf der Fachmesse THE ALZHEIMER’S SHOW in London vorgestellt. Was hinter dem Ganzen steckt? Da müssen wir etwas ausholen…

Ein schweres Schicksal für den Einzelnen — ein wirtschaftlicher Faktor für die Allgemeinheit

Alzheimer ist in Großbritannien ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Der Umgang und die Behandlung kostet die Volkswirtschaft ca. £26.3 Milliarden, davon £4.3 Milliarden allein für Medikamente und Gesundheispflege. Prognosen sagen noch für das Jahr 2015 einen Anstieg der Alzheimer-Diagnosen auf 850.000 Fälle voraus. Leider sieht die Situation auch in den meisten anderen Ländern kaum anders aus.

Der einzige Weg, diese Kosten signifikant zu senken, sind  einerseits Verbesserungen in der Diagnose und andererseits sinnvolle präventive Massnahmen — vor allem solche, die die Krankheit aufhalten, ohne dafür Medikamenten-Konsum zu benötigen.

Wer ist BAT?

Gavin Rumgay by Emma Brown

Gavin Rumgay by Emma Brown

Die Bounce Alzheimer’s Therapy (BAT) Stiftung is eine Wohltätigkeitsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Bekanntheit des Tischtennissports als proaktive Maßnahme der Alzheimer-Therapie in Grossbritannien zu steigern und zu etablieren.

So erforscht die Stiftung die Möglichkeiten des Tischtennis-Spiels, den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit aufzuhalten. Zum Beispiel durch umfassende Tischtennis-Programme, wie sie BAT mit Hilfe von Freiwilligen an Pflegeheimen über ganz Großbritannien unterhält.

Die Arbeit von BAT wird von vielen Prominenten unterstützt. Zum Beispiel von dem auch aus der deutschen Tischtennis-Bundesliga bekannten Andrew Baggaley, der 2015 „World Champion of Ping Pong 2015″ war für England die meisten Medaillen im Tischtennis bei den Commonwealth Games errang.

photo by Emma Brown

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Darüber hinaus Schottlands Nummer 1, Gavin Rumgay.  Genau wie die amtierende Englische Meisterin Kelly Sibley und Darius Night, der bei der Olympiade in London 2012 das englische Team vertrat.

Es gibt so viel über dies Projekt zu berichten, doch sehen wir uns erst einmal das folgende Video an. Für einen Eindruck zum Event und zur Präsentation auf der THE ALZHEIMER’S SHOW in London im Juni.

Vielen Dank an dieser Stelle an Kelly, Darius, Gavin und das gesamte BAT-Team für den unermüdlichen und begeisterten Einsatz bei der Unterstützung des Events.

Um die Potenziale von Tischtennis für eine wahrhaftig effektive Alzheimer-Therapie entschiedener zu nutzen, wurde unter Mitwirkung von BATs Kreativdirektor, Ian Craigton-Chambers, und Butterfly ein ganz spezifischer Tisch entwickelt, der die therapeutischen Effekte beim Tischtennisspiel intensivieren soll.

„Der Tisch hilft dabei, der Abnahme der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit entgegen zu wirken“, 

bestätigt Craigton-Chambers.

„Um des Weiteren das ‚spielerische Umfeld‘ sowohl  komfortabler als auch vertrauensbildender   zu kommunizieren — sowohl gegenüber Patienten als auch gegenüber Pflegepersonal oder Ärzten — wurde mit Unterstützung des amerikanischen Designers Marco Santini nicht nur ein dem medizinischen Kontext gerechteres Basisdesign, sondern auch eine innovative Fassung für die Plexiglas-Scheiben entwickelt. Die ersten Umfragen haben ergeben, dass diese Modifikationen auch Spielern mehr Selbstsicherheit und Kontrolle gibt.”, ergänzt er.

Was war der Anlass, mit diesem Projekt zu beginnen?

Zum einen wiesen Kliniken-Studien, die 1997 in Japan durchgeführt wurden,  auf einen Zusammenhang zwischen dem Tischtennisspiel und verbesserten Gehirnfunktionen. Eine weitere Inspiration war der 2012 Ping Pong film. Sie waren für  BAT der Anlass, eigene Forschungen in Angriff zu nehmen. Diese Forschungen führten das BAT-Institut auch mit Professor Steve Williams and Dr. Matthew J. Kempton von der Abteilung für Neuroimaging am King’s College London zusammen.

“In dem Film gab es eine Darstellerin, bei der Demenz diagnostiziert worden war. Sie stellte für sich fest, dass das Tischtennis-Spiel einen spürbar positiven Einfluss ausübte. Das bestätigte uns und gab uns, gestützt durch die Japanische Studie, den Anstoss dazu, Forschungsaktivitäten aufzunehmen, im Rahmen derer wir näher unter die Lupe nehmen wollten, was im Gehirn vorgeht.“

erinnert sich Andrew Battley, Leiter des BAT Forschungs- und Trainingscenters.

“Wir sind überzeugt davon, dass Tischtennis-Therapieprogramme einen positiven und wichtigen Impuls dafür liefern können, das Ausbrechen von Demenz zu verzögern. Jetzt, mit Unterstützung des Teams vom King’s College London, wollen wir dies beweisen und  die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Möglichkeiten dieser medikamentfreien Therapie gegen die zerstörerische Krankheit lenken.“

 

Über den Autor

Frank

Vom Kindergarten bis zur Uni stand er hochambitioniert am Tisch. Heute sitzt der Werbetexter und Japanisch-Übersetzer am Tisch – und setzt sich für das Online Marketing von Butterfly mit allen Themen auseinander, die die Tischtenniswelt bewegen.

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